dualismus – bewegung.

nun ist es also soweit.
das letzte bild beim herbstprojekt Dualismus von Michel.
viele wochen sind wir durch den herbst geschritten. nicht einfach so.
aufmerksam. beobachtend. wartend. auf einen guten moment. ein passendes bild.
am anfang hatte ich ein paar bedenken. bedenken, dass ich dieses projekt nicht bewältigen könnte.
nun kann ich sagen, ich hab es geschafft.
ich habe mich der herausforderung gestellt.
und das projekt hat mir viel spasz bereitet.

könnt ihr euch noch an den trubel von letzter woche erinnern?
direkt hinter mir?
menschen, tiere. alles war in bewegung.
die kleinen spatzen bereiten sich akribisch auf den winter vor.
wie sie sich auf die brotkrumen stürzten. fast hektisch.
trotzdem machen sie dabei eine sehr hübsche figur.
dann flogen sie davon.
in ihren unterschlupf. ihren schützenden.
und verabschieden den herbst.

55mm, F/8, 1/500s

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dualismus – ruhe.

mein etwas verspäteter beitrag zum projekt Dualismus von Michel.

grund? mein berlinaufenthalt. angesehen habe ich mir das musical hinterm horizont. lovely.
nun aber zum eigentlichen thema.
das letzte bildpaar in diesem herbstprojekt.

ruhe soll dieses bild als titel tragen.
seht ihr es? ruhe. man spürt sie nur.
weitläufig. in diesem herbst.
inmitten dem trubel der großstadt.
der großen stadt.
da! direkt hinter mir.
gerade noch war ich gefangen. zwischen all den rasenden.
menschen. autos.
einmal die straße überquert landet man hier.
zuflucht. wohlbefinden. durchatmen. rasten.

55mm, F/5.6, 1/320s

dualismus – hoffnung.

die vollendung des 2. bildpaares im projekt dualismus.
bisher ist es eine durchaus spannende geschichte.
geschichten vom herbst.
gedanken von kreativen, intensiv fühlenden menschen.

nachdem wir in der letzten woche der eisernen schmiede zusehen mussten, bleibt nach dem kampf häufig nur ein trümmerfeld übrig.
der rückzug des herbstes. anstrengend.
menschen, tiere und pflanzen zentrieren ihre kräfte für den bevorstehenden winter.
vorräte werden gesammelt.
kleine schätze aufbewahrt, die im nächsten jahr wieder prachtvoll aufblühen werden.

die anstrengung der letzten nach kann man noch erahnen.
wie glut liegt sie über der welt.
sie glimmt noch.

dennoch verheißt dieses bild hoffnung.
hoffnung auf ein neues leben.
auf neues leben.
dass die wertvolle saat wieder keimt.
und die welt in voller pracht erstrahlen lässt.

50mm, F/5.6, 1/30s

dualismus – untergang.

eine weitere woche beim projekt dualismus von michael ist vergangen.
eine weitere woche des herbstes.
mit seinen 2 seiten.
heute eine sicht auf den herbst, die man zweierlei interpretieren kann. könnte. wenn man wollte.

die herbstliche vorstellung begann im ersten akt mit einer expositon der extraklasse.
schöne tage. sonnige tage. farbenfrohe. schillernde.
eine kostenlose vorstellung im theater der welt.
man muss nur hinsehen.
die temperaturen der letzten tage ließen die spannung in diesem wiederkehrenden theaterstück ansteigen.
fast sommerlich war es.
alle welt applaudierte.
wir befinden uns also im höhepunkt.

doch im hintergrund warten sie schon.
die helfer des weißen, kalten winters.
ausgerüstet mit allem was nötig ist.
um den herbst zu vertreiben.
eine wendung der handlung kündigen sie an.
fast täglich werden sie nun übers land rollen.
mit lauten trompeten und paukenschlägen.
und nehmen tag für tag ein stück des goldenen herbstes mit in die ferne.

der übergang zwischen tag und nacht. ein kampf.
übrig bleibt nur das lodernde licht der flammen.
ganz da hinten am horizont.
laut, klar und deutlich noch zu spüren.
sie werden den winter schmieden in ihrem feuer.
grau und kalt wie eisen.

55mm, F/5.6, 1/640s

dualismus – leben.

die nächste runde im kampf um leben und tot im herbst wurde eingeläutet.
denn zwischen all dem vergänglichen lässt sich auch hin und wieder etwas leben entdecken.
klein zwar. fast unscheinbar.
und doch kräftig.
farbenfroh.
time to be alive!
heißt das motto der stunde. in der wir die sonne nur für kurze augenblicke genießen dürfen.
und sie alles und jeden in so wunderschönes licht taucht.

55mm, F/29, 1/80s

dualismus – vergänglichkeit.

die erste sicht auf den herbst.
gesucht. gefunden.
dualismus zwischen leben und sterben.
immer und überall.

einst voller leben. voller kraft. grün und lebendig.
heute nur noch eine fläche für moose und flechten.
wer der kraft der natur nicht standhält muss gehen. loslassen.

und doch ist es keineswegs traurig!
der kreislauf des lebens beginnt schon bald von neuem.

55mm, F/8, 1/60s